Unfallsamaritergruppe USG Muolen

Kontakt:

Reto Rimle

TL Samariterverein Muolen

Poststrasse 29313 Muolen

Telefon: +41 71 411 42 54

Emailadresse

Webseite Samariterverein Muolen

 

Organisation

Unsere Unfallsamaritergruppe (USG) besteht seit dem Jahr 2000 und ist vermutlich eine der ältesten FR-Organisationen der Schweiz. Damals war der Begriff Firstresponder noch so unbekannt, dass wir uns selber einen Namen gaben.

Die First-Respondergruppe (USG) ist eine Kooperation des Samaritervereins Moulen und der Ortsfeuerwehr Muolen. Die Samariter sind in das Sanitätskonzept der Feuerweher Muolen integriert.

Im Jahr 2008 wurden von der Unfallsamaritergruppe 16 Einsätze geleistet. Die Gemeinde Muolen hat 1100 Einwohnern.

Einsatz-Zahlen 2000-2008

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008
6 3 7 6 12 8 5 ? 16

Einsatzbereich

  • Gemeindegebiet Muolen

Alamierung

Kantonale Notruf Zentrale Sankt Gallen

Die Gruppenmitglieder werden über Pager aufgeboten.

Einsatzstichworte

Die Alarmierung erfolgt durch die KNZ Sankt Gallen. Ausgerückt wird auf Alarmierung der KNZ und bei allen Feuerwehreinsätzen im Gemeindegebiet.

Ausbildung

Die Ausbildung der Unfallsamariter und der Feuerwehrangehörigen richtet sich nach den Richtlinien der Laienausbildung Niveau 2.

Von den Unfallsamaritern wird folgende Ausbildung erwartet:

Aktivmitglied Samariterverein (mit besuchtem Nothilfe- und Samariterkurs)

  • CPR-Kurs (6 Std)
  • Defibrillatorausbildung (6 Std)
  • Kurs „Führung im Einsatz“ des Samariter-Kantonalverbandes (1 Tag)
  • Kurs „Einsatzgerechte Erste Hilfe“ des Samariter-Kantonalverbandes (1 Tag)
  • Kurs „Bereitstellung von Infusionen“ (2 Std)
  • Feuerwehrgrundkurs (2 Tage)
  • Acht Übungen (2 Std) pro Jahr als Spezialistengruppe oder als Einsatzübung zusammen mit der Feuerwehr

Es wird zudem erwartet, dass die monatlichen Samariterübungen im Verein,
wenn immer möglich, besucht werden.

Die Cardio pulmonale Reanimation (CPR) wird alle zwei Jahre am dreistündigen Repetitionskurs aufgefrischt. Zudem kann zweimal jährlich vor einer Vereinsübung das
CPR auf freiwilliger Basis unter Aufsicht repetiert werden. Alle haben eine hohe Präsenz
in Muolen. Zwei US sind als technische Leiter der Samariter ausgebildet und besuchen die entsprechenden Weiterbildungen. Fünf US arbeiten in medizinischen Berufen. Diese medizinischen Kompetenzen sind natürlich für die USG von grossem Wert.

Material und Fahrzeuge

Die Ausrüstung der First Responder befindet sich zum kleinen Teil in Ihrer Schutzkleidung
und zum grösseren Teil im Anhänger des Chevys (Chevrolet, 3.5 t der Feuerwehr).
Falls dieses Material für Grossereignisse nicht ausreichen würde, könnte
weiteres Material im Materialmagazin der Samariter geholt werden. Der Chevy ist ein
geländetaugliches Blaulicht-Fahrzeug der Feuerwehr, welches von der Unfallsamaritergruppe verwendet werden darf. Damit können neun Personen transportiert werden. Er ist jedoch nicht zum Transport von Patienten gedacht, aber als geschützter
Aufenthaltsraum durchaus geeignet.

Die vollständige Schutzbekleidung, welche jeder FR gleich nach dem Eingang des
Notrufs anziehen kann, besteht aus einem:

  • Feuerwehrhelm – Kopf- und Witterungsschutz
  • Feuerwehrstiefel mit Stahlsohle und Stahlkappen
  • Kombi – wasserdichte Beine, mit Leuchtstreifen (EN 471) und Kniepolster
  • Einsatzjacke – blau / lemon, Silberreflexstreifen (EN 471), wasserdicht mit:
  • Latexhandschuhen – Infektionsschutz
  • Arbeitshandschuhen – Schnittschutz
  • Stirnlampe für Nachteinsätze
  • Patientenprotokoll  – Protokollierung aller Patientendaten
  • Behelf  – Nachschlagewerk im Kleinformat:
    • Ablauf: Feuerwehr / USG-Standardeinsatz
    • Wichtige Notfalltelefonnummern
    • Ablauf: Bereitstellung von Infusionen
    • Einweisung Rega-Helikopter
    • Psychische Erste Hilfe – die „4S-Regel“
    • Befehlsschema „OAABS“
    • Ablauf: Rückmeldungen an die KNZ SG
    • 5 Behelfe zur Organisation der Führung eines Grossereignisses
    • Ablauf: Übergabe an den Rettungsdienst
    • Schreibzeug
  • Im Anhänger des Chevys findet man:
    Koffer „Defibrillator“ mit:
    • Defibrillator HP FR1 mit EKG-Display und Einsatz-Speicherkarte
    • Elektroden, Kleiderschere, Rasierer, Ersatzbatterie, Tücher, Aspirin
    • Elektrodenadapterstecker zum Profi-Defibrillator des RD
    Koffer „Beatmung“ mit:
    • Beatmungsbeuteln und -masken in verschiedenen Grössen
    • 2 l Sauerstoffflasche mit Druckminderer (4 l pro Min.)
    • Sauerstoffmasken für Sauerstoffgabe ohne Beatmungsbeutel
    • „AMBU“-Absaugpumpe
    Koffer „Blutung“ mit:
    • Verbandsmaterial
  • Pulsoxymeter zur Kontrolle von Puls + Sauerstoffsättigung des Blutes
  • Blutdruckmessgeräten
  • Thermometer
  • Desinfektionsmittel usw.
  • Koffer „Fixation“ mit:
  • Halskragen in drei Grössen
  • Vakuumkissen und -pumpe
  • Trag- und Umbettungstuch

FMS Arbeit über die USG Muolen

FMS-Arbeit_First_Responder_061.pdf

Wir danken der Autorin für die Genehmigung die FMS Arbeit zu veröffentlichen.